Holzfußböden richtig pflegen und in Stand halten: öko, bio und ohne Chemie - auch für Krabbelzimmer geeignet!

Parkett, Dielung und andere Holzfußböden natürlich und ohne Chemie mit einfachen Hausmitteln pflegen und kleine Schäden und Flecke selbst beseitigen.

Holzfußböden gibt es seit vielen Jahrhunderten. Für unsere "Altforderen" war der Rohstoff Holz billig, haltbar und einfach zu verlegen - so fand man Steinfußböden, Fliesen oder gar die aufwändigen Mosaikfußböden eher bei den Reichen und Schönen der damaligen Welt.

Das zunehmende Umweltbewusstsein hat heute aber dazu geführt, das Holz wieder zunehmend für Fußböden verwendet wird: sei es als Dielung, als Parkett, als Laminat oder als Korkfußboden. Zum Einsatz kommen dabei Holzarten wie Ahorn, Buche, Eiche, Esche, Birke, Birnbaum, Nußbaum, Kirsche, Kastanie und in neuester Zeit auch vermehrt Bambus.

Holz ist ein wunderbarer lebendiger Werkstoff voller Einzigartigkeit, der ein gesundes Raumklima schafft. Holz ist ein hygroskopisch und kann daher Luftfeuchtigkeit aufnehmen und später wieder abgeben. Es ist langlebig: Ein hochwertiger Holzboden kann immer wieder neu abgeschliffen werden und sieht danach wieder aus wie neu.

Nun halten Supermärkte und Drogerien wieder pralle Regale voller chemischer Wundermittel bereit, um gerade Ihrem Holzfußboden die richtige Pflege zukommen zu lassen. Dinge, die Sie nicht brauchen! Mit ganz normalen Lebens- und Hausmitteln, die Sie bereits im Haus haben, erreichen Sie den gleichen Effekt: die Grundlage bildet dabei ein neutrales Pflanzenöl wie Sonnenblumen-, Oliven- oder Kokosöl. Je nach Verschmutzungsgrad wird das Öl dann mit Essig, Wasser, Geschirrspülmittel und bei Wunsch noch mit ätherischen Ölen (Lavendel oder Teebaumöl, Sandelholz) oder aber frischem Zitronensaft für einen feinen Raumduft vermischt.

Eine Mischung aus Leinöl (ca. 500ml) und Essig (ca. 300ml) sowie einem Duftöl sowie rund 2l Wasser eignet sich hervorragend für dunkle Holzfußböden, haben Sie eher helleres Holz verlegt, so kann das Leinöl auch durch Olivenöl ersetzt werden.

Der Essig hat eine desinfizierende Wirkung, das Öl dringt in die Maserung ein und pflegt und schützt Ihren Boden. Bitte probieren Sie ihre Rezepturen erst einmal an nicht ganz so sichtbaren Stellen aus, ob die fertige Mischung auch mit Ihren Holzfarbton harmoniert!

Und auch bei kleinen Kratzern und Flecken muss nicht gleich schweres Gerät aufgefahren werden: mit Natron, Essig, mal einem Fleckenstift oder auch Zahnpasta lassen sich viele Flecken problemlos unsichtbar machen und mit Bienenwachs oder Paraffinöl kann man kleinere Kratzer nach dem Schleifen mit Sandpapier "verschwinden" lassen.